Partizipation

Partizipation von Kindern und Jugendlichen

Der Begriff der Partizipation „meint als Sammelbegriff sehr verschiedene Arten und Formen der Beteiligung …,  TeilhabeTeilnahmeMitwirkung und Mitbestimmung, wobei auch Funktion, Umfang und Begründung der Partizipation sehr unterschiedlich sein können. Partizipation wird … in Zusammenhang gebracht mit Prozessen der Demokratisierung … und Emanzipation ….

Dabei ist der Gedanke der Partizipation nicht neu.

Denn bereits in den zwanziger Jahren ließ sich dieser Begriff in einigen reformpädagogischen Ansätzen finden. „Politisch war diese Pädagogik eingebettet in die Zukunftsvision, dass eine künftige sozialistische Gesellschaft nur von Menschen gestaltet werden kann, für die Demokratie und Gleichheit in allen Bereichen der Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein würde und die bereit und fähig sind, politische Verantwortung zu übernehmen.

Dass jene Gedanken zur Zeit des Dritten Reiches keine öffentliche Bedeutung mehr besaßen, braucht an dieser Stelle wohl nicht mehr weiter ausgeführt zu werden.

Mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 entwickelten sich – wenn auch zunächst nur für Erwachsene – verschiedene Partizipationsfor­men wie Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, welche auch im Grundgesetz (GG, Artikel 8 & 9) verankert sind.

Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre entstanden dann neue basisdemokratische Bewegungen und Konzepte, die erstmals auch den Kinder- und Jugendbereich mit einschlossen.

„Ziel war es dabei, autoritäre Strukturen der Erziehung aufzubrechen und Kindern in ihren eigenen Lebensbereichen mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten einzuräumen. Während in der Erziehung eines autoritären Stils der Erwachsene als Erzieher bestimmte, was für Kinder richtig ist, und Kindern weitgehend keine eigenen Wünsche und Wertvorstellungen zugesprochen wurden, ließ die „antiautoritäre Erziehung“ alle Zügel fahren, sie wird heute eher als Schreckensbild einer Erziehung ohne Orientierung gesehen. … (Doch) war sie … der erste Versuch auf breiterer Ebene, das Machtgefälle zwischen Kindern und Erwachsenen abzubauen und Kinder als Subjekte ihrer eigenen Entwicklung ernst zu nehmen.“

Dieser damals begründete partnerschaftliche Umgang zwischen Kindern und Erwachsenen findet sich noch heute in Familien und Institutionen wieder.

https://www.kinder-beteiligen.de/partizipation-kinder-jugendliche.htm

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